Drei Fragen an Oliver Selbach, Vertriebsleiter

Was fasziniert Sie an der Automobilindustrie?

Die Automobilindustrie ist nunmehr seit 35 Jahren mein berufliches Zuhause. Alles begann für mich mit einer Ausbildung bei Porsche. Schon damals bin ich mit großen Augen durch die Hallen gelaufen und habe gestaunt wie ein Automobil entsteht und mir war klar: ich möchte ein Teil davon sein. In meiner Karriere durfte ich noch viele andere Hersteller kennenlernen und die Faszination ist bis heute ungebrochen.

Das Automobil hat wie kein anderes Produkt unser Leben in den vergangenen 100 Jahren verändert und heute dürfen wir erleben wie sich das Automobil verändert. Die Tage des Verbrennungsmotors sind gezählt und die Veränderung die damit einhergeht ist gewaltig. Bereits heute erlebe ich das täglich wenn ich meinen Hybriden geräuschlos und emissionsarm durch die Straßen Münchens lenke.

 

Wie würden Sie die EVA beschreiben?

Ich habe die EVA Fahrzeugtechnik in den vergangenen 2 Jahren als sehr klar strukturierten Arbeitgeber mit flachen Hierarchien kennengelernt. Die konsequente Ausrichtung des Unternehmens auf die E-Mobilität, insbesondere auf den Antriebsstrang lockt viele junge Ingenieure an, denen die Umwelt wichtig ist und die sich mit Leidenschaft in die Vielzahl spannender Projekte einbringen. In diesem modernen und innovativen Umfeld arbeiten zu dürfen macht jede Menge Spaß.

 

Wie sieht Ihrer Meinung nach die Mobilität der Zukunft aus?

Ich sehe die Zukunft des Autos elektrisch – und autonom.


Auch wenn tief in mir die Sehnsucht nach einem großvolumigen V8 schlummert kann ich mich dem Verhalten der jungen Generation nicht verschließen. Es sind nicht mehr der Motor, die PS, die tollen Felgen die die Jugend interessieren. Vielmehr ist es die Kosten und die Multimediaschnittstelle, die in den Fokus des Kaufinteresses rücken – sofern dies überhaupt noch vorhanden ist. In vielen Fällen sind junge Autofahrer die besseren Rechner und bezahlen für Autos nur während der Nutzung. Über kurz oder lang hat das Auto als Statussymbol ausgedient.


Bei mir ist das noch anders, ich habe mir ein Auto gekauft und es steht tatsächlich zu 95% auf einem Parkplatz, ist also eigentlich mehr ein „Stehzeug“ als ein „Fahrzeug“.


Ich denke in Zukunft werde ich Siri (oder eine ähnliche Spracherkennung) meinen Fahrzeugbedarf nennen, beispielweise so: „Siri, ich will ein Sofa transportieren und brauche ein Auto dafür“. Mein Wunsch wird dann an eine Car-Sharing Firma weitergleitet, die mir ein passendes Fahrzeug binnen kürzester Zeit autonom vor meine Haustüre schickt. Das Fahrzeug wird elektrisch fahren und wenn ich aussteige wird es mich fragen: „kann ich jetzt für weitere Nutzer zur Verfügung stehen?“

 

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