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Infrastruktur

Eine flächendeckende Einführung der Elektromobilität erfordert eine Umstrukturierung unserer Stromnetze. Der Gesamtenergiebedarf, den Elektrofahrzeuge selbst bei einer signifikanten Verbreitung generieren würden, wäre zwar gering, allerdings müsste die Infrastruktur so gestaltet werden, dass weder lokale, noch temporäre Überlastungen der Stromnetze entstehen. Hier werden eine zukünftige Gestaltung der Stromnetze sowie flexible Tarifsysteme einen Beitrag leisten können. Bei entsprechender Auslegung kann die Elektromobilität sogar dazu beitragen, höhere Schwankungen des Stromangebots, die durch höhere Anteile an regenerativen Energien entstehen, auszugleichen. Intelligentes Laden ist hier das entscheidende Stichwort. Im Vergleich zu Verbrennungsmotoren ist die Schnittstelle zwischen dem Fahrzeug und dem Energiebereitsteller deutlich komplexer. Eine weitgehende Standardisierung der Stecker sowie der Kommunikation zwischen Fahrzeug und Infrastruktur ist erforderlich, um Elektromobilität marktfähig zu machen. Derzeit gibt es noch unterschiedliche Standards und Technologien. Es werden aber große Anstrengungen seitens der Hersteller unternommen, diese Schnittstelle zu vereinheitlichen. Dies ist vor allem deswegen anspruchsvoll, da es unterschiedliche Ladearten gibt (z.B. beim Laden zu Hause oder beim Schnellladen unterwegs), die nach Möglichkeit mit einer Schnittstelle bzw. Buchse im Auto abgedeckt werden sollten. Unterschiedliche Untersuchungen und Studien zur Nutzung der Ladeinfrastruktur suggerieren, dass die Nutzer in der Startphase nahezu ausschließlich zu Hause oder am Arbeitsplatz laden werden. Trotzdem wird davon ausgegangen, dass eine öffentliche Ladeinfrastruktur auch in der Anfangsphase benötigt wird, um das Aufladen unterwegs zu gewährleisten. Ein Zusammenhang zwischen guter Ladeinfrastruktur und einem Anstieg der Elektromobilität konnte in Holland beobachtet werden. Besonders für Nutzer, die über keine eigene Ladestation verfügen, können Kommunen entsprechende Voraussetzungen schaffen. In London müssen beispielsweise die Tiefgaragen von Neubauten mit Lademöglichkeiten für Elektrofahrzeuge ausgestattet werden. Dies ist in jedem Fall deutlich günstiger als eine Nachrüstung in bestehenden Gebäuden.

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